Kundenmeinungen & Feedbackrunde

Im Training geht es nicht darum, zu zeigen, was man besonders gut kann. Sondern eben darum, was man nicht kann und seine größten Schwächen preiszugeben. Das kostet Mut!
Nur wer das zulässt, kann seine persönlichen Ziele erreichen. 

Gerade deshalb bin ich so stolz auf die vielen Menschen & Pferden, den Mut hatten, sich zu öffnen und hier ihre Geschichten teilen. 

Lest selbst, sie haben es nicht bereut. 

Chantal mit Bodyguard


Das sagt Chantal über unsere Arbeit:

"Das Training hat mir und meinem Pferd gut geholfen. Wir haben beide riesigen Fortschritte beim Reiten und allgemeinem Umgang gemacht. Das Training macht echt viel Spaß, vor allem weil wir immer an unterschiedlichen Dingen arbeiten."


Chantals Mutter meldete sich bei mir, da sie Unterstützung für ihr Tochter sucht. Bodyguard war noch nicht lang bei Chantal und es gab Probleme. 

Bevor wir arbeiteten, hatte Body Schmerzen im Rücken und warf eine Reiterin hart ab. Chantal hatte Respekt vor ihrem großen neuen Freund, war unsicher und die Harmonie zwischen den beiden war gar nicht gegeben. 

In der ersten Einheit machte ich mir ein Bild: Body brauchte gezielte Arbeit für seinen Rücken. Mehr und lockere Muskeln mussten aufgebaut werden. 

Ein Problem haben aber beide gemeinsam: Losgelassenheit – und zwar im Kopf. Body ist ein unsicheres Pferd, dass es aber zu verstehen weiß, Aufgaben und Arbeit zu vermeiden. Er beeindruckte Chantal schnell, spannte den Rücken an, warnte, wollte nicht antraben oder mehr als drei Galoppsprünge galoppieren. Hin und wieder sprang er unkontrolliert weg. Das Bild von einem buckelnden Body im Kopf blockierte Chantal – und Body wusste das für sich zu nutzen. 

Wir haben die Arbeit abwechslungsreich gestaltet. 

Zur Steigerung der Losgelassenheit sowie Aufbau der Muskulatur starten wir jede Einheit mit der Doppellonge. Je nach Phase von Body wurde das Training an der Longe angepasst. Wir arbeiten mit Stangen und Erhöhungen zur Verbesserung der Mobilität und seiner Arbeitsmoral. 

Beim Reiten müssen die Beiden wieder lernen, eine Sprache zu sprechen und einander zu verstehen. In diesem Fall hieß das: Chantal muss lernen, ihrem Partner Pferd deutlich zu vermitteln, was sie möchte und Body muss lernen und akzeptieren, das auch umzusetzen. Haben beide diese Aufgabe verstanden, arbeiten wir sehr harmonisch an der Basis und tollen Lektionen – Body ist nämlich sehr gut ausgebildet und ein toller Lehrmeister. 

Bei Chantal und Body schlummert noch so viel Talent. Das nützt aber niemanden etwas, wenn sie sich gegenseitig im Weg stehen. 

Und da liegt die Herausforderung: beide benötigen neben normalem Reitunterricht eben noch ein bisschen mehr Coaching und psychologische Einstellung für ein harmonisches und erfolgreiches Miteinander!

Die Aufgabe hier ganz klar: Chantal die Angst nehmen, mehr Tatendrang und Selbstbewusstsein vermitteln – Probleme lösen lernen. Body hingegen die Rangordnung vermitteln, Durchlässigkeitsarbeit sowie ihm die Freude und die Leichtigkeit an der Arbeit mit dem Menschen zeigen.

Mittlerweile haben beide gemeinsam viel Spaß im Viereck. Chantal setzte sich durch, Body kennt seine Aufgabe und arbeitet fleißig mit. Hat er doch mal einen schlechten Tag, weiß Chantal, wie sie damit umgehen kann. Inzwischen üben wir Dressuraufgaben – es soll noch diese Saison auf Turnier gehen!

Vielen Dank euch beiden für euer Vertrauen!

Maren mit Amarin 


Das sagt Maren über unsere Arbeit: 


"Seit 3 Jahren begleitet Samantha Amarin und mich jetzt schon und wir könnten uns keine bessere Reitlehrerin vorstellen! Dank Samantha ist Amarin ein völlig anderes Pferd - er hat sich so toll entwickelt. Während vorher vorwärts-abwärts eine utopische Vorstellung und Galopp nur eine Wunschvorstellung war, läuft er jetzt locker in Anlehnung und Stellung/Biegung - auch der Galopp kann sich endlich mal sehen lassen. Durch Samantha haben wir beide so viel gelernt und sind zu einem richtigen Team zusammengewachsen."



"Wir reiten gebisslos. Machen Sie das auch?" – Ja, klar!

Maren ritt freizeitmäßig und Amarin war nur wenig ausgebildet. Ihre erste größte Baustelle war Amarins Faulheit & die Zügelanlehnung. Hinzu kam Marens unausbalancierter Sitz und wenig genaue Hilfengebung. Anders gesagt: viel Fundament hatten die beiden nicht. Sie hatte auch schon ein paar andere Trainer da, von dessen Trainingsmethoden sie aber nie ganz überzeugt war. Maren schenkte mir aber von Anfang an ihr Vertrauen und war engagiert dabei. Ganz im Gegenteil zu Amarin, der eher wenig Sinn in Arbeit sah. 
Es war schnell klar, dass Amarin sich Maren mehr anbieten muss, damit Maren ihn fein reiten kann und die Hilfen ankommen. Deshalb habe ich „Rinchen“ öfters mitgeritten und ihn ausgebildet. Amarin lernte wirklich schnell, bot sich immer mehr an. Er ließ sich immer mehr überzeugen, läuft jetzt fein und sicher am Zügel – alles ohne Gebiss. 

 

Die unmögliche Großbaustelle haben wir erst später angegangen: Galopp. Amarin hatte starke Probleme im Galopp und Maren hatte eigentlich nicht gedacht, dass wir das mal hinbekommen. Er konnte zunächst nicht angaloppieren oder nur 1-2 Galoppsprünge halten. Wir arbeiteten dann an der Doppellonge und Maren bekam die unterschiedlichsten Übungen an die Hand. Sie hat dann auch selbst die Freude an der Doppellonge für sich entdeckt und arbeitet mittlerweile regelmäßig damit und beherrscht es sicher! 

Nach langem Üben und viel Training galoppiert Amarin auf beiden Händen flüssig und gleichmäßig. Faulheit kennt er nicht mehr, denn eigentlich arbeitet er sehr gern mit und hat Freude an neuen Aufgaben. Es freut mich immer wieder zu sehen, wie weit sich die beiden gemeinsam entwickelt haben. Mittlerweile beginnen wir mit versammelten Lektionen. 


 


Anja mit Cortina

Das sagt Anja über unsere Arbeit: 

"Die Zusammenarbeit mit Samantha hat uns mit jedem Mal vorwärts gebracht.
 Ihre klare, offene, unkomplizierte und stets respektvolle Art machen jeden Coaching Termin zu einer wertvollen Erfahrung.
 Samantha ist ein sehr kompetenter Coach und weiß, was sie tut und wovon sie spricht.
 Sehr zu empfehlen!"
 

Coaching, Begleitung und Beratung beim Pferdekauf 

"Hallo Samantha, ich habe Ihren Kontakt von einer Ihrer Kunden, haben Sie kurz Zeit für ein Telefonat?", so meldete sich Anja bei mir. 

Sie sei früher geritten, dann 25 Jahre nicht und nun ist es ihr Herzenswunsch ein passendes Pferd zu kaufen. Sie sucht jemanden, der sie beim Kauf unterstützt und berät. Die Idee fand ich super, nur wies ich sie auch darauf hin, dass es ratsam wäre, vorher Reitstunden zu nehmen, um wieder reinzukommen. Dies habe sie schon gemacht, aber nun soll es ein eignes sein, mit dem sie zusammenwachsen und arbeiten kann. Ich kannte Anja und ihre Reitstand vorher nicht. Doch wollte ich ihr helfen, denn ich weiß, wie schwierig ein Pferdekauf sein kann. Es gibt so vieles zu beachten und so vieles, was man falsch machen kann. Außerdem ist es sehr schwer, eine unparteiische Meinung zu finden. Die Verkäufer sind meistens begeistert und reden vieles schön. Hat sich der Käufer schon verliebt, schaut man möglichweise über viele Sachen hinweg. Außerdem ist es wichtig, die richtigen Fragen zu stellen und das Pferd in kurzer Zeit auf den Prüfstand zu stellen. 

Also besprachen Anja und ich uns vorher ausgiebig. Ich erklärte ihr, worauf sie im Vorfeld schon achten sollte und lernte sie näher kennen. Schließlich muss ich wissen, was für ein Pferd Anja sucht und wie sie sich die Zukunft damit vorstellt. 

Sie fand ein paar Pferde auf eHorse, schickte mir die Links und ich erklärte ihr, worauf sie bei diesen Pferden achten sollte und zeigte ihr mögliche Vor- und Nachteile in Hinblick auf ihre Wünsche auf. Die ersten Treffen übernahm sie allein. 

So fand sie eine tolle Stute, bei der sie meine Hilfe benötigte. Wir trafen uns gemeinsam am Verkäuferstall. Mir war wichtig, dass ich einmal komplett dabei war. Beim Putzen, Satteln und allem, was dazu gehört. Ich bat Anja, die Stute kurz zu reiten, damit ich einen Eindruck von Anjas Reiterei bekommen konnte. Im Anschluss würde ich die Stute reiten und sie "prüfen" - vor allem auf die Bedürfnisse von Anja. Es stellte sich heraus, dass Anja zu dem Zeitpunkt erst das siebte Mal wieder auf einem Pferd saß - nach 25 Jahren Pause. Ich war total begeistert! Sie ritt wirklich gut, tolle Körperhaltung und Spannung. Sie selbst ist Yoga-Trainerin und das merkte man sofort. Die Stute ließ sich auch von mir gut und brav reiten. 

Im Anschluss folgte eine Besprechung mit den Besitzern. Ich hakte überall nach und fragte alles ab, was mir bei unserem Termin auffiel. Daraufhin besprach ich mich mit Anja und erklärte ihr, was ich gerade alles besprochen habe. Ich erörtert ihr mögliche Schwachstellen und die Vorzüge dieses Pferdes.  Zusammenfassend gab ich ihr eine Kaufempfehlung. Ich blieb dabei sehr ehrlich, offen und transparent. Meine Aufgabe bestand darin, Anja zu beraten und eine unabhängige, fachmännische Meinung abzugeben. Anja war verliebt in die Stute und so sollte es zum Kauf kommen. Ich berat sie zu allen weiteren Schritten wie Kaufverhandlung, möglichen Spielraum, Ankaufsuntersuchung und weiteres Vorgehen. 

Nach der Ankaufsuntersuchung telefonierten wir mehrfach und besprachen die Ergebnisse. Anja durfte sich immer melden, wenn sich weitere Fragen ergaben. Wir fanden immer einen Moment, um uns zu besprechen. Man glaub gar nicht, was es alles zu beachten gilt. Da stand ich gern als Experte beratend zur Seite. 

Umso mehr freut es mich, dass der Kauf zustande kam und Anja ihr Herzenspferd Cortina fand! 

Nach dem Umzug in den neuen Stall und zu Anja arbeiteten wir direkt miteinander, um die beiden in der neuen Umgebung aufeinander einzustellen. Gerade im Alltag ergeben sich so viele Fragen rund ums neue Pferd. Gemeinsam erkundeten wir die Anlage und gingen zusammen das erste Mal die kleine Runde um die Anlage spazieren und gewöhnten sie an die Führanlage. Gern berate ich Anja und Cortina in weiteren Fragen. Vor Ort am Stall bekommt sie Reitunterricht und Beritt. 

Besonders freut es mich, dass ihr Mann Norbert sich langsam auch dem Pferd annähert. So haben wir in den letzten zwei Einheiten mit diesem Team gearbeitet. Norbert hat schlechte Erfahrungen mit Pferden gemacht und seitdem keins mehr in der Hand gehabt. Gemeinsam lernt er mit Cortina unter meiner Anleitung eine Freundschaft aufzubauen. 

Ich wünsche Anja, Norbert und Cortina alles Gute für die gemeinsame Zukunft - auf eine lange Freundschaft und Partnerschaft. 

Stella mit Dusty 

Das sagt Stella über unsere Arbeit:

Siehe "Stella mit Latigo."

Mit den beiden haben ich über die Jahre im Münsterland in verschiedenen Phasen zusammenarbeiten dürfen. Es begann im Winter 2018, als mich Stellas Mutter Ramona anrief. Ihre 12-jährige Tochter Stella hat ein junges, gutes 4-jähriges Pony, dass leider wenig ausgebildet und mittlerweile gefährlich wäre. Das Pony war zur Ausbildung bei einer Gescheraner Trainerin, was sie allerdings mangels Ergebnisse abbrachen. Das interessante dabei: als ich Dusty kennenlernte wusste ich davon nichts und umso mehr war ich verwundert, dass Dusty schon Vollberitt genossen hatte, von dem nichts zu merken war. Ramona und Stella hatten mit Dusty in der Zwischenzeit sehr schlechte Erfahrungen machen müssen. Er schoss durch die Halle, warf seine Reiter auch mal ab und beim Angaloppieren buckelte er.
  
 An der Stelle wieder ein herzliches "Danke" für das Vertrauen in meine Arbeit. Ich stelle alles um. Schnell war klar, Dusty konnte zwar nicht viel, wollte aber auch nichts können. Er war sehr aufmüpfig, war er ja auch schon oft mit seiner Masche durchgekommen. Wir begannen mit der Klärung der Rangfolge an der Longe. An manchen Tagen wühlte er die ganze Halle auf und wollte nicht mitarbeiten. Hier ist ein langer Atmen gefragt. So ließ ich nicht locker und er besserte sich kontinuierlich. Wir arbeiteten zwei Mal pro Woche, die Probleme waren massiv. Stella hatte die besten Grundlagen für eine gute Reiterin, doch war auch sie noch sehr jung und unerfahren. Hinzu kamen der große Respekt und ein wenig Angst vor Dusty. Ich begann ihn zu reiten und weiter auszubilden. Es stellte sich heraus, dass Dusty ein sehr talentiertes Pony ist. Er arbeitet immer besser mit und verstand endlich, dass es für ihn stressfreier ist, wenn er mitarbeitet und sich uns anschließt. 
 Stella nahm ich zunächst an die Longe. Sicherheit ist immer die erste Priorität. Dusty sollte lernen, seine schwächere Reiterin nicht auszunutzen und sie zu unterstützen als nach Lücken und Fehler zu suchen - sie sollten ein Team werden. Wir machten verschiedene Übungen an der Longe, bis ich sie bedenkenlos frei reiten lassen konnte. Stella ritt zunächst noch mit Ausbindern. Jedoch steigerte sie sich genau wie Dusty durch unser Training so schnell so stark, dass wir ohne Ausbinder weitermachten. Ich ritt ihn noch immer mit, damit er die Durchlässigkeit nicht verlor. Ich brachte ihm Seitengänge bei und wir sprangen erste Sprünge. Stella konnte mit ihm mittlerweile über Stoppelfelder galoppieren und ohne Sattel reiten. 
 
 Nachdem alles wunderbar lief, kürzten wir das Training und trafen uns einmal wöchentlich. Ziel war es, das die beiden in den Gruppenstunden der Reitanlage mitreiten konnten. Das haben wir erreicht. Ich bereitete die beiden noch auf ihr erstes Turnier vor, bei dem sie direkt platziert wurden. Danach verabschiedeten wir uns voneinander, meine Arbeit war hier getan und ich hörte gelegentlich noch von den Beiden. Mir hat die Zusammenarbeit so viel Freude gemacht. Dusty auf den richtigen Weg zu bringen machte viel Spaß, aber auch mit Stella war es eine tolle Zeit. Sie lernte so viel und strahlte. Was sie in der Zeit lernte, würde sie für ihre weitere Reiterei immer nutzen können. So war es mir ein besonderes Anliegen, ihr meine Grundwerte zu vermitteln.
 
 Dann kam Corona und der Lockdown. Stella ritt mittlerweile bei einem sehr anerkannten und geschätzten Dressurreitlehrer, der auch in meinen Augen sehr gute Arbeit macht. Normal arbeitet er aber mit Schülern, die in der Dressur schon weit fortgeschritten sind. In der Zeit des Lockdowns musste leider auch das ruhen und Dusty und Stella verloren die Harmonie. Das Training allein wurde so schwierig, dass Stella verzweifelte und Ramona sich wieder bei mir meldete. 
 Die beiden hatten sich toll entwickelt. Allerdings sehr schnell und man hatten den Eindruck, dass darunter die gute Basis litt und verloren ging. Sie übten bereits L-Lektionen, dabei konnte sich Dusty noch nicht korrekt ausbalancieren. Die beiden zogen sich fest, Dusty wollte gar nicht mehr. So riss er den Kopf hoch und schoss manchmal los. Ich ritt ihn wieder mit um die Probleme zu korrigieren und die beiden wieder zurück auf ihren guten Weg zu bringen. Sie haben noch eine steile Karriere vor sich, doch müssen sie dabei immer nachhaltig arbeiten. Die Ausbildungsskala ist wichtig und muss abgearbeitet und immer wieder überprüft werden. Dusty wurde zwischenzeitlich richtig sauer und verlor den Spaß an der Arbeit. 
 Wir arbeiten wieder regelmäßig zusammen. Ich reite Dusty wieder mit und Stella kann die Früchte unserer Arbeit ernten und kommt so viel schneller an ihr Ziel. Denn Dusty und Stella bringen so viel mit, stehen aber an einem Scheideweg. Gemeinsam nehmen wir die richtige Abzweigung. 
 
Mittlerweile bringen wir Dusty die Arbeit an der Doppellonge bei, der auch Stella Spaß macht. So erlangt Dusty wieder mehr Durchlässigkeit und Abwechslung in der Arbeit. Auch Stella hat von dem Training etwas: "Das ist ja fast wie Reiten." So vermittelt diese Arbeit viel Verständnis über die Zusammenhänge und Zügelhilfen. 

Stella mit Latigo 

Das sagt Stella über unsere Arbeit:
 
 "Liebe Samantha, 

wir sind von deinem Reitunterricht und deiner Art, wie ruhig, gelassen und geduldig du mit unseren zwei Ponys arbeitest schon immer echt begeistert! Es macht jedes Mal, wenn du da bist, so einen Riesen Spaß. Alle deinen Tipps und Tricks sind total hilfreich und du merkst sofort, wo die Baustellen liegen – echt unglaublich. 

Mit Latigo hatten wir ein großes Problem mit dem Respekt und mit dem allgemeinen Umgang beim wie beim Longieren. Jetzt warst du tatsächlich nur einmal da und unsere Probleme haben sich fast wie in Luft aufgelöst und jetzt macht es so viel Spaß mit ihm zu arbeiten und ich erkenne Latigo schon fast gar nicht wieder, weil er nun auch so viel Lust zum Arbeiten hat – Und das alles durch deine Hilfe.

Auch mit unserem Dusty haben wir Probleme mit der Losgelassenheit. Auch ich hänge noch viel am Zügel und mache Fehler. Durch deine Mitarbeit, Zuverlässigkeit und abwechslungsreiche Arbeit wird es aufs Neue immer besser! 

Es macht immer wieder total Spaß und wir sind sehr überzeugt von dir und deiner Arbeit. Außerdem sind wir sehr froh, dich an unserer Seite zu haben. Dankeschön."

Neu im Programm ist Stellas kleiner Spanier Latigo. Ein junger Kerl, der noch nicht viel kann. Stella möchte ihn selbst ausbilden und bekommt von mir dazu Hilfestellung. Während wir Dusty arbeiteten, fragte sie mich hin und wieder schon ein paar Dinge „Wie mache ich das mit dem Hufe geben? Wie bringe ich ihm das bei?“ Solche Sachen sind später Banalitäten, müssen zu Anfang aber jedem Pferd beigebracht werden. Das klappte alles super und sie konnte meine Tipps gut umsetzen. Allerdings wollte das Trensen und Longieren nicht klappen. Es wurde alles schlechter als besser. Ich riet ihr, dass wir das einmal zusammen machen und ich schaue, was wir da so machen können. Ziel ist es, Latigos Charakter zu erkennen, die Problematik wegzuarbeiten und Stella anzuleiten, damit sie wieder allein durchstarten kann. Gerade bei Jungpferden sind Kleinigkeiten am Anfang so entscheidend. So zeigte sich bei Latigo, dass er ein noch unsicherer Typ ist, der den Schalk aber im Nacken trägt. So hatte er in meinem Moment Angst und im Nächsten tanzte er einem auf der Nase herum. In einer Einheit haben wir das Dominanz- und Unsicherheitsproblem beheben können. Latigo hat jetzt eine klare Struktur. Stella passt auf ihn auf, übernimmt aber die Führung. So haben die beiden eine tolle partnerschaftliche Basis und können nun wieder allein weiter machen. Ich freue mich schon, wenn wir gemeinsam zum nächsten Step übergehen. 

Ich habe mich sehr über ihre Worte gefreut, lest selbst.

Melanie mit Larissa

 

„Kannst du bitte mal mit zu meiner Kundin kommen? Ich brauche dich oben auf dem Pferd, der Hafi hat Probleme im Galopp und ich brauche einen sicheren und ruhigen Reiter.“, bat mich mein Vater. Von Melanie und Larissa hat er mir schon oft erzählt. Wie gut es lief, wie toll sie sich entwickeln, aber dass es im Galopp noch hakt. 

So freute ich mich und kam mit. Larissa ist eine sehr spät eingerittene Haflingerstute und hatte daher starke Probleme im Galopp. Alles viel ihr schwer: ruhig & korrekt angaloppieren, eine Linie zu halten, ein gleichmäßiges Tempo zu laufen und nicht nur wie verrückt zu rennen. Melanie hat schlechte Erfahrungen mit Larissa und Galopp gemacht, war gestürzt und war daher nicht frei im Kopf, das Problem zu beheben. Larissa brauchte erstmal einen sicheren Reiter, der ihr zeigt, wie „Galopp“ überhaupt geht und was wir von ihr wollen. 

Melanie kam dann immer mehr mit dazu, nachdem Larissa ihre Aufgabe verstand. Beide fassten mehr und mehr Vertrauen in einander und in die wohl schönste Gangart. Wenn Melanie im Urlaub war, habe ich Larissa in Teilberitt genommen, um alles weiter zu festigen und sie auszubilden. Sie hat einen starken Charakter und gibt sich viel Mühe. Trotz, dass sie so spät erst eingeritten worden ist, lernt sie wirklich schnell und arbeitet gut mit. Darauf Rücksicht muss man trotzdem nehmen, den nicht immer hat sie die Arbeit erfunden. 

Inzwischen galoppieren die Beiden gemeinsam durchs Viereck, als wäre es das Normalste der Welt. Schlangenlinen durch die Bahn mit einfachem Galoppwechsel auf der Mittellinie gehört zu unseren Übungen. Stangenarbeit haben wir auch integriert. Ich reite sie nur noch, wenn Melanie im Urlaub ist und Vertretung wünscht oder wenn wir neue Dinge beginnen und Larissa nicht direkt versteht, was wir von ihr möchten. So gewinnen beide: Larissa erlernt schnell und Melanie lernt die Lektion. 

An der Stelle großen Respekt an Melanie, denn Galopp war auch absolut nicht ihre Lieblingsgangart und sie hatte großen Respekt, wenn nicht sogar etwas Angst. Die haben wir gemeinsam weg trainieren können. Doch sie hat sie mit viel Fleiß überwunden und wir trainieren mittlerweile für einen ersten Turnierstart. 

 

Besonders schön ist es, wenn die beiden immer noch ein Step weiterkommen und mehr Harmonie entsteht: „Ich habe einen deutlichen Unterscheid gemerkt, vor allem bei der Stellung. Larissa hat sich sofort angeboten und war überhaupt nicht mehr so fest wie vor dem Urlaub. Auch das Biegen klappt deutlich besser. Sie ist weich im Maul und wir können sofort loslegen. Das ist total schön und macht ganz viel Spaß. Sie galoppiert auch direkt an und springt schön durch. Ich freu mich schon, wenn wir nächste Woche weitermachen!“ – Immer schön zu lesen, da freut ich mich selbst auch immer noch einen Galoppsprung mehr aufs nächste Training.

Das sagt Melanie über unsere Arbeit:

folgt

Nadine mit Winnie

Das sagt Nadine über unsere Arbeit:

„Da meine Stute nun schon älter ist und wir nach einer längeren Pause wieder ins Training einsteigen wollten, habe ich nach einer passenden Unterstützung gesucht. Die haben wir in Samantha auf alle Fälle gefunden.
 
 Samantha hat direkt bei der ersten Reitstunde erkannt, wo bei Winnie und mir die Schwachstellen liegen und wie wir diese mit entspannten Methoden wieder aufgearbeitet bekommen. Die Lektionen und Übungen passen immer zu unserer Tagesform sodass weder Winnie noch ich als Reiter überfordert sind. Trotzdem haben wir innerhalb von ein paar Wochen enorme Fortschritte gemacht. Samantha erklärt alles was sie macht oder vom Boden aus fordert so, dass es nachvollziehbar ist. Durch ihre endlose Geduld, den Spaß und den Umgang mit Pferd und Reiter freuen wir uns auf jede Reitstunde mit Samantha!“

 

Arbeiten älterer Pferde – Erarbeitung/Erhaltung von Beweglichkeit und Fitness

„Ich habe eine ältere Stute und möchte sie altersgerecht arbeiten und gymnastizieren. Es macht nicht mehr viel Spaß und den würde ich uns gern wiedergeben. Können Sie uns dabei helfen?“ – so meldete sich Nadine bei mir. 

Nadine hat seit vielen vielen Jahren ihre große Warmblutstute Winnie. Die beiden verstehen sich blind, jede Handbewegung sitzt: ob beim Hufeauskratzen nach der Einheit oder beim „Einparken“ an der Aufstiegshilfe. Doch mit dem Reiten klappt es immer schlechter. Winnie wird langsam älter und damit auch steifer. Sie ist noch top fit, jedoch merkt man ihr ihr Alter doch hier und da an. 

Bei der ersten Einheit machte ich mir erstmal ein Bild von den beiden. Nadine war sehr unzufrieden, lief es doch nicht mehr wie früher. Winnie sei sehr triebig, zäh und es macht so keinen Spaß. Sie wollte sie aufgrund ihres Alters auch nicht überfordern, aber irgendwas musste passieren. 

Direkt zu Beginn fiel mir auf, wie ruhig Nadines Schenkel lagen. Winnie hat nicht viel Schwung, so dass Nadines Schenkel ohne bewusstes Treiben „still und starr wie der See“ da lag. Als wird das änderten, ging Winnie direkt besser vorwärts. Manchmal sind die Dinge recht banal. Jedoch in diesem Fall nicht alles. 

Ich ritt zu Anfang der Einheit Winnie, bevor Nadine noch Unterricht von mir bekam. Ich wollte schauen, woran es liegt, wie sich Winnie von oben anfühlt und wie wir arbeiten können. Es zeigte sich, dass Winnie sehr fest und steif war. So lockerte ich sie zunächst von oben, damit Nadine es später leichter hat. Winnie machte gut mit und auch bei Nadine lief sie immer lockerer und runder. Jedoch machte der Galopp auf der linken Hand Probleme und wurde einfach nicht besser. Rechtsrum sprang sie gut durch und galoppierte hinten mit. Auf der liken Seite jedoch sprang sie nach ein, zwei, drei Galoppsprüngen nicht mehr durch und setzte die Hinterbeine beinahe parallel ab. Diese Problematik wurde zwar besser, so dass sie vier, fünf Galoppsprünge normal durchsprangt, aber glücklich war ich damit nicht. 

In solchen Situationen empfehle ich den Rat von Experten einzuholen. Nadine hatte ihren Tierarzt schon mehrfach da, es war nichts zu finden. Ich empfahl ihr eine Chiropraktikerin, mit der ich bereits an meiner Stute gute Erfahrungen gemacht habe. 

Nadine und Winnie gefiel die Behandlung, Winnie sei noch fit und bis auf ein paar Baustellen hier und da belastbar. 

So könnten wir uns sicher sein, dass Winnie beim Reiten keine Schmerzen hat und wir sie weiterarbeiten konnten. So banden wir immer mal Stangen mit ein, um die Mobilität und Gymnastizierung zu steigern. Der Galopp entwickelte sich immer weiter und wurde stetig besser. „Galoppier immer nur so lange, bis du das Gefühl hast, sie kann es nicht mehr halten und springt nicht mehr durch.“, rat ich ihr. So galoppierte Nadine zunächst ein paar Galoppsprünge und dann eine knappe halbe Zirkelrunde. 

„Galoppier zur geschlossenen Seite an und parier sie dann wieder durch, sobald der Galopp schlechter wird.“, war mein Kommando. Als Nadine dann einen ganzen Zirkel schaffte und Winnie immer noch ganz normal galoppierte und gar nicht damit aufhören wollte, sagte ich: „Komm wieder in den Trab, die galoppiert so toll.“ Nadine war auch ganz irritiert, damit hat sie nicht gerechnet. Das wird so schnell ein so tolles Ergebnis hinbekommen wurden. 

Dabei ist es nicht nur der Galopp, alles in allem läuft Winnie nun am Zügel und nach den ersten Warmlaufrunden auch motiviert vorwärts. Nadine kann sich nun wieder auf ihren schönen Sitz und vor allem auf ein Lächeln konzentrieren, wenn sie auf ihrer Grand Dame Winnie reitet. 

Wir waren den Tag so begeistert – und das nicht nur vom Galopp, weil alles so viel leichter und lockerer geworden ist. Nicht nur Nadine sieht man die Zufriedenheit an, sondern eben auch der Winnie. Als ich sie daraufhin gefragt habe, ob ich ihren Fall teilen darf, sagte sie sofort ja! Denn das Besondere: Das alles haben wir in den kurzen Zeiten von nur 6 Einheiten geschafft.  

Die Isländer vom Immenhof

Das sagt Nina mit Esja über unsere Arbeit:

„Dieses entspannte Pferd habe ich dir zu verdanken und es wäre vor sechs Wochen noch undenkbar gewesen. Ich danke dir von Herzen und freue mich, dass du uns auf unserem weiteren Weg unterstützt.“

Das sagt Anne mit Verja über unsere Arbeit:

"Ich kann das Training bei Samantha absolut empfehlen! Sie hat mir sowohl beim Longieren mehr Sicherheit vermittelt, als auch im ganzen Umgang mit dem Pferd und speziell bei der Bodenarbeit sehr viele wertvolle Tipps gegeben und mich so in meiner eigenen Entwicklung und auf meinem Weg gemeinsam mit den Pferden innerhalb weniger Monaten schon spürbar voran gebracht. Dabei ist Samantha in ihren Hilfen und Tipps sehr klar, sie zeigt vieles und dann probiert man es selbst aus und kriegt direkt Feedback. Die Einheiten waren immer super toll und motivierend, man hat sich gemeinsam auch über kleine Erfolge gefreut und sich immer neue Ziele gesetzt."

Das sagt Caro mit Snerpa über unsere Arbeit:

"Zuerst muss ich einmal erwähnen, dass mit jede Trainingseinheit mit Samantha sehr viel Spaß gemacht hat. Aber nicht nur das: Ich habe jedes Mal etwas Neues gelernt! Ich habe Samantha's Training in Anspruch genommen, weil ich selbst zuvor noch nicht mit einem Pferd gearbeitet habe, welches noch nicht eingeritten war. Step-by-Step haben wir Fortschritte gemacht und ich habe besser verstanden wie ich mich ggü. Snerpa verhalten musste. Riesig freue ich mich bereits jetzt darauf, wenn ich bald meine eigene junge Stute auf diesem Weg begleiten darf. Und ich weiß auch schon jetzt wer mir wieder mit Rat und Tat zur Seite stehen wird!"

Das sagt Lena über unsere Arbeit:

"Zuerst muss ich einmal sagen, dass Samantha eine unglaublich mutige Frau ist, die ihrem Herzen gefolgt ist als sie festgestellt hat, dass die Arbeit mit Pferden nun mal genau das ist, was sie machen möchte (ernsthaft, es lohnt sich ihre Vita zu lesen!!). Und das merkt man, wenn man ihr zusammenarbeitet! 

Als erwachsene Wiedereinsteigerin und ohne als Kind eine wirklich gute Grundausbildung gehabt zu haben, waren bei mir viele Unsicherheiten im Umgang mit dem Pferden da und oft einfach das Gefühl gar nicht so recht zu wissen, was ich eigentlich mache. 
Samantha hat schnell verstanden, dass es bei mir vor allem darum ging, Selbstbewusstsein aufzubauen, damit mein Pflegepony lernt, dass es mir vertrauen kann, anstatt in brenzligen oder ungemütlichen Situationen (oder auch nur wenn sie gerade einfach mehr Lust hatte zu grasen, als ihren Reiter durch die Gegend zu tragen) für sich selbst zu entscheiden, was mich dann immer ziemlich alt aussehen lies. Durch kleine Übungen haben wir gelernt, ein Verhältnis zueinander aufzubauen und ich konnte schon sehr schnell Erfolge sehen. Bestimmt auch deswegen, weil ich bei ihr immer alles fragen konnte, ohne mir dabei blöd vorzukommen. 

Das wirklich Schöne ist, dass es bei ihr immer darum ging, was ICH gerade am besten gebrauchen konnte, womit ich zum aktuellen Zeitpunkt am meisten anfangen konnte. So war zum Beispiel von Anfang an klar, dass ich nicht allzu lang Unterricht bei ihr nehmen würde, da ich nur temporär in der Gegend war. Samantha hat unseren Unterricht super darauf abgestimmt und mir ein paar sehr tolle Tipps an die Hand gegeben, von denen ich vor allem langfristig profitieren kann. 

Ich würde den Unterricht von Samantha uneingeschränkt jedem empfehlen, für den Reiten nicht nur ein Sport, sondern zumindest auch oder sogar vor allem eine Herzensangelegenheit ist. Und vielleicht auch oder gar vor allem Menschen, die die Freude am Reiten (wieder-) entdecken möchten und sich hierbei von dieser taffen, aufgeweckten und mutigen jungen Frau (und natürlich von ihrem kleinen Hund) begleiten lassen möchten!"

Wie unterschiedlich Pferde sind & wie viel Persönlichkeit sie haben, sehe ich jedes Mal der bei den Isländern von Katta. Sie hat eine kleine Isländerzucht und für die Stuten eine Reit/Pflegebeteiligung. Die Überschrift unsere Arbeit ist „Horsemanship“. Ein weiterläufiger Begriff, der geradezu ein Trend geworden ist. Dabei beschreibt er nichts anderes als den fairen und respektvollen Umgang mit Pferden. Die Stuten sind alle unterschiedlich alt. Je nach Alter arbeiten wir an den jeweiligen Baustellen und der Ausbildung.

 

Sina ist eine etwas zurückhaltende Isländerstute im besten Alter. Man merkt ihr ihre Erfahrung an, so dass es bei Ausritten mit unerfahrenem Reiter mal schnell so läuft, wie Sina das für richtig hält. Hier war die Aufgabe, mit Hilfe von Bodenarbeit aus Lena und Sina ein besseres Team zu machen. Sina soll sich ihrer Reiterin Lena mehr anschließen und vertrauen. Durch unsere Arbeit ist Sina deutlich interessierter geworden – nicht nur an den Aufgaben, sondern auch an Lena, die ihr durch unsere Arbeit wieder mehr Vertrauen geben kann! 

Mit Katta und Sina arbeiten wir parallel am Reiten. Sina lässt sich schwer stellen und die Anlehnung fehlt. Mit vielen Erklärungen und Veranschaulichungen versteht Katta den theoretischen Hintergrund und kann es so immer besser anwenden. Wer weiß wie es geht, kann auch allein gut weiterarbeiten.

 

Die 2-jährige Verja ist da schon etwas kecker. Ich finde es richtig, mit Pferden rechtzeitig anzufangen. Spielerisch und gut dosiert, lernen sie so viel stressfreier und motivierter fürs ganze Pferdeleben. Besonders bei einem Pferdchen wie Verja, ist es gut, früh mit der Basis zu starten. Sie ist oft etwas ungestümer, rennt gern mal davon oder wenn sie keine Lust mehr hat, auch gern mal in Richtung des Menschen. Dabei ist sie cool und lässt sich wenig schocken. Sie ist keinesfalls böse – jedoch behandelt sie den Menschen wie einen Spielkameraden auf der Wiese. Dabei ist sie sehr selbstbewusst. Hier war die Aufgabe klar: Abstand und Respekt vor dem Menschen. Anne musste lernen, sichere aufzutreten, um Verja das Gefühl zu vermitteln, dass nicht gespielt wird. Langsam bringen wir Verja bei, sich besser zu konzentrieren und das man mit dem Menschen auch Spaß haben kann – nur eben nicht genau so, wie mit dem Kameraden auf der Wiese. Verja wird durch fairen, aber konsequenten Umgang ein toller Partner. Bei dem Charakter ist es gut schon früh zu starten, bevor der sich schon zu stark in die Richtung gefestigt hat. So ist es für Mensch und Pferd gelassener. 

 

Snerpa ist eine 5-jährige Isländerstute. Sie ist recht abgeklärt und besticht durch ihre ruhige Art. Mit ihr machen wir nun parallel zur Bodenarbeit mit dem Reiten weiter, denn Snerpa ist zwar eingeritten, jedoch kann sie nicht viel mit den Hilfen anfangen. Caro gibt ihr viel Zeit und Verständnis, so dass die beiden ein Team werden. Bei Snerpa ist besonders Feingefühl gefragt. Beim Reiten ist sie oft unsicher und weiß nicht, was sie machen soll. Hier darf man sie nicht überfordern. In den anderen Arbeiten jedoch, zeigt sie gern mal, wenn sie lieber Feierabend hätte. So ist genau auf sie zu achten und zu schauen, ob sie gerade mehr Ruhe und Zeit oder Konsequenz benötigt. 

 

Esja ist eine 3-jährige besondere Stute. Sie war zu Anfang sehr sensibel und schreckhafter als die anderen Isländer auf dem Hof. Nina hat sie von Katta 

übernommen und nun arbeiten wir daran, ihr mehr Selbstbewusstsein zu vermitteln. Wie bei Verja ist es hier sehr gut, dass wir rechtzeitig damit anfangen. Ist der Charakter erstmal gefestigt, ist es für alle deutlich schwerer, Esja die Angst zu nehmen. Nina legt viel Wert auf eine gute und ruhige Ausbildung. Durch unsere Arbeit ist Esja schon viel selbstsicherer geworden und schätzt die Beziehung zum Menschen. Ihr erster Gedanke ist nicht mehr Flucht, sondern sie orientiert sich am Menschen, der sie führt. So kann aus ihr ein toller Partner werden: sensibel und selbstsicher ist eine großartige Kombi. 

 

Ich freue mich sehr, die Mädels mit ihren Pferden begleiten zu dürfen. Jede Woche machen wir etwas Neues, was auf bereits Erlerntem aufbaut. Die Unterscheide zu sehen und individuell zu arbeiten macht mir besonders viel Spaß!


Darius mit Dynamite


 Das sagt Darius über unsere Arbeit: 

"Du hast mir das Verständnis des Reitens gut vermittelt. Du hast mich und mein Pferd zu einem besseren Team gemacht! Ich möchte dir danken, dass du uns so gut aushält und uns immer wieder motiviert bekommst. Ohne dich wären die Ergebnisse der letzten beiden Jahren nicht möglich gewesen. Auf die ersten Erfolge im L-Springen!"
 

Springen ist leider viel Dressur. Das hat auch Darius feststellen müssen. Seine Hauptdisziplin ist das Springen, nur leider benötigt man hier immer mehr Dressur. Die Anlehnung stimmt nicht, Dynamite macht sich gern stark, er kommt schlecht durch und auf der linken Hand stellt er sich konsequent nach außen. Er springt wirklich gut, braucht aber eine feine Anlehnung und hohe Durchlässigkeit, um im Parcours sein Springtalent zeigen zu können. Auch wenn er  über Häuser springen könnte, wenn die beiden nicht um die Kurve kommen, nutzt das alles nichts. 

Wir haben daher an einem ausbalancierten Sitz und feiner Hilfengebung sowie Durchlässigkeit gearbeitet. Schon in der Probestunde hat Darius eine deutliche Verbesserung gespürt. Dressur hat ihm so nie viel Spaß gemacht. Mittlerweile überlegt er, ob er nicht doch auch mal eine Dressurprüfung auf Turnier gehen sollte. 

Aufs Turnier sollte es unbedingt wieder gehen. Aber erstmal Springen. Turnierreiten ist eine Herausforderung, die man nicht unterschätzen darf. Organisation, Timing, Abstimmung, Flexibilität – all das muss klappen. Wie reite ich optimal für mein Pferd ab? Wie lange brauche ich? Welche Übungen kann ich machen, auch wenn es sehr voll auf dem Abreiteplatz ist? Wie bekomme ich mich und mein Pferd auf den Punkt? All das gehe ich individuell mit meinen Schülern durch. So hat Darius ein paar Übungen mitbekommen, die wir auch mit ins Training aufgenommen haben. Vor dem Turnier haben wir noch ein paar Springeinheiten mit eingebaut und sind speziell auf ihre Problematik Wendungen und Co. eingegangen. Los ging es aufs Turnier!

 

„Schreib mir mal, wie es war!“ „Wir sehen uns doch am Dienstag zum Training, dann erzähl ich dir wie es war.“ – Die Nachricht kam aber schon am Sonntagmittag: „Gold und Silber! In der Mannschaft kam es auf mich an, ich musste immer ganz eng rum um eine gute Zeit zu bekommen. Alle engen Wendungen haben gut geklappt!“ Erster und zweiter Platz für Darius mit Dynamite - ein tolles Trainingsereignis für mich.
 
Inzwischen arbeiten wir mit Seitengängen für mehr Beweglichkeit und Versammlung! Besonders wichtig beim Springen in der Halle, damit das Pferd immer auf der Hinterhand ist und genug Kraft hat, auch aus engen Wendungen mit weniger Schwung sicher zu springen. 

Kirsten mit Gitti und Akira 


Das sagt Kirsten über unsere Arbeit: 


"Ich bin so stolz auf Akria. Ich hätte nie gedacht, dass wir es zusammen schaffen, ganz normal in schöner Anlehnung und Selbsthaltung zu reiten. Vor geraumer Zeit ist Akira hohen Hauptes durch den Reitplatz gerast und hat sich von jeder Art von Außenreizen ablenken lassen. Normales Reiten war nicht möglich und ich wurde immer frustrierter und Akira immer ungehaltener. 
Zum Glück haben wir Samantha kennengelernt und sie hat es tatsächlich geschafft, dass ich jetzt ein konzentriertes, schön laufendes Pferd habe. Jetzt macht das Reiten endlich wieder Spaß!
Darum habe ich sie auch gefragt, ob sie mir bei der Ausbildung meiner Islandstute Gitti hilft. Sie hatte arge Probleme ihre Beine zu sortieren und an raumgreifenden Trab war nicht zu denken. Auch das Problem haben wir, dank Samantha, inzwischen in den Griff bekommen. 
Es macht einfach Spaß die stetigen Fortschritte bei unseren Reitstunden zu sehen und ich freue mich jedes Mal, wenn es weiter geht. Der Unterricht ist nie langweilig & sie hat tolle Beispiele - damit fällt einem das Umsetzten leichter. Und so ist es auch unterhaltsam. 
Ich danke Samantha und bin froh, dass wir sie haben."

Kirsten und ihre Pferde lernte ich kennen, als ich bei Maren Unterricht gab. Sie betreibt einen Gnadenhof in Ahaus und hat ein Herz für Tiere. Sie möchte immer alles richtig und so sanft wie möglich machen. So sollte es auch beim Reiten von Akira sein, daher ritt sie gebisslos. Was bei Maren und Amarin funktionierte, klappte bei den beiden leider gar nicht. Nach einiger Zeit stellten wir auf eine einfache Wassertrense um und Akria besserte sich! Mit der Trense ist ruhiges und sanftes Reiten möglich - Gebisslos hat Akria nie akzeptiert. Daher ist es mir immer wichtig, individuelle Lösungen zu finden und auf jedes Pferd unterschiedlich einzugehen. 
Gitti ist eine ganz liebe, aber noch sehr unausbalancierte Isländersute. Sie hatte starke Probleme Gangarten zu halten, besonders mit einem Reiter on top. Daher haben wir step by step daran gearbeitet und nun läuft sie klaren und sicheren Trab in lockerer Anlehnung.  

 


Christin mit Centaur

Das sagt Christin über unsere Arbeit:

„“You are your only Limit“ – seit letztem Jahr habe ich meine neue Trainerin Samantha und ich bin soooo glücklich, sie gefunden zu haben. Endlich jemand, der einem auch erklärt, warum etwas gerade so ist, wie es ist. Sie geht individuell auf die Probleme ihrer Schüler ein und vermittelt während der Einheit auch sehr viel theoretisches Wissen. Bei ihr habe ich endlich gelernt, wie ich mit meinem Pferd umgehen muss und es hat einfach klick gemacht.“

„Es macht mir einfach keinen Spaß mehr. Ich glaube, meinem Pferd auch nicht.“, so meldete sich Christin bei mir. 

 

Sie hat einen 12-jährigen Wallach, der keine Wünsche offen lässt - theoretisch. Er ist großartig zu reiten, hat schöne weiche und raumgreifende Gänge. Macht einen ordentlichen Sprung und besticht durch seine hübsche Ausstrahlung. Wäre das aber schon alles, wäre Centi wohl nicht bei Christin, sondern irgendwo im hohen Sport. Sie hat den Wallach schon viele Jahre und die waren nicht immer leicht. Oft hat er ihr das Leben sehr schwer gemacht. Er zeigt seinem Reiter gern Grenzen auf, springt oder springt auch nicht, wird von der einen auf die andere Minute von zu tief faul zu explosiv. 

Christin ist eine sehr gute Reiterin, die sich jedoch oft unsicher ist und gern an sich zweifelt. Bevor wir uns kennenlernten hatten die beiden ein ziemliches Tief. Die Motivation war raus. Sobald eine Kleinigkeit nicht lief, brach die Fassade zusammen und mit ihr die Freude am Reiten. Ein Teufelskreis nach unten.

 

Neben der Rittigkeit galt es bei dem Paar besonders auf ihre mentale Einstellung einzugehen. Christin und auch Centi haben alles, um richtig viel Spaß zusammen zu haben. Jedoch müssen sie sich selbst und gegenseitig aus dem Weg gehen. 

So arbeiteten wir sehr vielseitig: Dressur, Springen, Beritt, Longenarbeit, Mentalcoaching, Videoanalyse… Immer mehr und mehr konnten wir gemeinsam den Teufelskreis durchbrechen und den beiden die Freude wiedergeben. 

 

Um Centi und Christin noch mehr Abwechslung zu bieten, haben wir gerade mit der Doppellonge begonnen. So bekommt Centi eine höhere Durchlässigkeit und Disziplin. Neue Aufgaben sind für ihn besonders wichtig. Sonst wird er schnell gelangweilt und macht seinem Reiter das Leben schwer. 

 

Jeder steckt mal in Krisen fest – das ist ganz normal. Nur wie man da wieder rauskommt und das im besten Falle auch stärker als zuvor - das ist die eigentliche Kunst. Und das haben wir geschafft!

 

Ich freue mich sehr, dass ich die beiden aus ihrem Loch hochholen durfte und sie mir ihr Vertrauen schenken. Es ist für mich eine so große Bereicherung zu sehen, wie die beiden wieder Freude aneinander haben und sie ihre Verbindung schätzen! 

Lisa mit Laika 

Das sagt Lisa über unsere Arbeit: 

„Dank dir, liebe Samantha, geht mein Pony jetzt wie ein Profi auf den Anhänger. Endlich können wir ohne Stress verladen. Bisher ging das Pony zwar immer „am Ende irgendwie“ auf den Anhänger, aber es war jedes Mal mit ganz viel Stress verbunden. Wir hatten da schon unser fest einstudiertes „Verladekatastrophen-Programm“, aus dem kamen wir nicht mehr raus. Eine Reitstunde startete schon mit: „Wie früh muss ich anfangen aufzuladen, damit wir pünktlich ankommen?“ und „Hoffentlich klappt es später auch für den Rückweg nach Hause.“. 

Durch deine super Erklärungen und ganz konsequentes Training haben wir es geschafft. Ich kann das Pony ganz allein verladen und komme entspannt zur Reitstunde. Der Unterschied ist enorm. Zudem hat uns das Verladetraining auch in anderen Situationen sehr geholfen. Der Umgang mit dem Pony ist jetzt deutlich entspannter.“

*Namen geändert, die Kundin möchte anonym bleiben*

Lisa lernte ich vor ein paar Jahres bei einer Kundin kennen. Sie suche auch jemanden, der sie bei ihrem Pony unterstützt. Sie habe das Pony schon viele Jahre, aber irgendwie ist es sehr speziell. Nicht böse, aber sehr schreckhaft und irgendwie fänden die beiden nie so richtig zusammen, so dass Lisa langsam Angst beim Reiten entwickelte. 

Laika ist ein schickes Pony, aber tatsächlich relativ speziell. So brachte sie wenig aus der Ruhe, aber weh, der Hund bestellt ein drittes Mal – das war zu viel. Man hatte oft das Gefühl, als könne sie ein gewisses Maß an Reizen ertragen. Danach schoss sie einfach los wie ein Blitz. Manchmal war sie aber auch nur einfach unkonzentriert und überhaupt nicht bei der Sache. Sie gab einem oft das Gefühl, sich dem Menschen nie so ganz zu vertrauen oder anschließen zu wollen. Zudem kam Lisa, die ihr Pony gern reiten wollte, aber immer diese blitzartigen Anfälle ihres Ponys im Kopf hatte, Angst entwickelte und so eine Blockade entstand. 

Zunächst arbeitete ich mit Laika, so dass sie beim Reiten braver lief, um Lisa auch ein sicheres Gefühl zu vermitteln. Das klappte immer besser, Lisa verlor langsam ihre Angst und reagierte nicht mehr blockiert, sondern wurde aktiv, wenn es zu komischen Situationen kam. Doch so richtig zufrieden waren wir alle nicht. Lisa erzählt mir, dass Laika als junges Pferd mal einen Unfall hatte. Diese Unfallgeschichte erklärte ihre blitzartigen Ausbrüche und ihre Fluchtreaktionen – besonders wenn etwas von hinten kam. Ich schlug vor, sie Stück für Stück an der Hinterhand zu desensibilisieren. Als das mit Fahne, Flatterband und Co. funktionierte, schlug ich die Arbeit an der Doppellonge vor. Die Doppellonge verläuft um die Hinterhand und ich kann im Fall der Flucht einwirken. Zunächst war Laika panikartig. Sie schloss los, dabei lag die Longe noch über dem Rücken, um die langsam an das neue Thema zu führen. Zu Anfang war extremes Fingerspitzengefühl gefragt, Laika hatte große Angst und war kaum zu händeln. So schwer das Training für sie und mich war, so effektiv war es auch. Lisa war verwundert, dass Laika so eine Panik hatte. Doch auch sie erkannte schnell, dass ihr Pony genau dieses Training brauchte. 

Diese Arbeit hat einen großen Durchbruch bewirkt: Laika verlor nicht nur die Angst vor Sachen hinter sich, sie gewann Durchlässigkeit aber vor allem Respekt vor dem Menschen, Disziplin bei der Arbeit und - am wichtigsten - Vertrauen. Sie lernte, dass sie sich uns anschließen kann, dass sie mit uns solche schwierigen Situationen meistern kann. So konnte man sie dann schnell problemlos und mit viel Freude für alle an der Doppellonge arbeiten. Auch das Reiten und losspringen wurde dadurch so viel besser. Lisa und Laika wurde immer mehr zu einem Team, dass sich gegenseitig unterstütze. 

Doch ein Thema blieb: das Verladen. Mit Lisa trainierte ich mal zu Hause, an der Halle oder bei der Freundin. Laika ging irgendwie wohl auf den Anhänger. Aber es konnte mal nur 1 min dauern oder 15 min. Sicher war es nicht und Lisa brauchte immer eine zweite Person. Das Thema störte Lisa nicht genug, dass wir es zusammen trainierten. Bis Tag X kam und nichts mehr ging. Laika wollte nicht mehr auf den Hänger, wehrte sich und Lisa sich dann auch. 

Endlich übten wir gemeinsam das Verladen. Dabei ging es aber nicht darum, Laika einfach fix in den Anhänger zu bekommen. Sie hatte davor keine Angst, sie hatte einfach nur nicht die Notwendigkeit erkannt, Lisa immer zu folgen, wann immer Lisa das für richtig hielt. Schlicht weg Laika entschied, wann es in den Hänger ging und wann nicht. Zunächst übte ich mit Laika und dann kam Lisa dazu. Ich gab ihr verschiedene Übungen an die Hand, die sie allein weiter übt. Nach zwei Terminen und Übungen zu Hause, übten wir das Verladen an fremden Orten. Beide wurde immer besser und das Thema war erledigt! Drei Termine richtig investiert und beide sparen so viel Energie.

Heute ist das Verladen für Lisa kein Problem mehr. Sie verlädt eigenständig ihr Pony, ganz allein. Keine zweite Person ist mehr notwendig und so ist sie auch entspannt, was das Reiten betrifft. Diese Arbeit mit dem Anhänger hat beiden sehr gutgetan. Lest selbst. 


Rita mit Geene

Trotz Angststörung entspannt reiten – Pferdekaufbetreuung und Beratung.

Das sagt Rita über unsere Arbeit:

Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Endlich ist mein Traum wahrgeworden. Ich möchte alles richtig lernen und dabei hilft Samantha mir. Sie hat mir Geene vermittelt, einen passenden Sattel besorgt und unterstützt mich bei allen Fragen. So kann ich meine Angst überwinden und hab nicht immer dieses Flattern. Sie nimmt sich Zeit, geht auf mich ein und entscheidet auch mal ganz spontan, wenn mir nach etwas anderem ist. Dabei behält sie mein Wohl und das des Pferdes immer im Blick. Manchmal schubst sie mich auch an, dass brauche ich hier und da. Sie hat so eine Art, die mir das Reiten leicht zu machen.
Toll, ich bin so froh, sie gefunden zu haben.“


Eine besondere Geschichte verbindet mich mittlerweile mit dieser lieben Kundin.
Rita meldete sich bei mir, sie habe einen Stall am Haus, ein neues Pferd und nun möchte sie endlich mal reiten – bei sich zu Haus. Rita ist lange raus aus dem Reiten, körperlich nicht immer ganz fit und hat zudem eine Angststörung, die sie oft beeinträchtigt. Hier möchte ich mich direkt bei ihr bedanken, denn sie sprach mich von allein an, ob ich ihren Fall nicht öffentlich machen möchte: „Das können die Leute ruhig wissen, wie toll das hier klappt. Für Angst muss man sich ja nicht schämen, ich stehe dazu.“
Rita ist ein herzensguter Mensch und hat sich oft Jahrzehnte um kranke Pferde gekümmert. Bei ihr erhalten sie einen Lebensplatz. Sie ritt noch nie auf ihrem eigenen Reitplatz – keine 30 Jahre. Doch das wollte sie nun ändern. Ihre alte unreitbare Stute ging und sie suchte sich eine neue nette Stute, mit der es nach etwas Aufbautraining losgehen sollte. Doch es stellte sich wieder heraus, dass die erst 12-jährige Stute wieder nicht reitbar sein sollte. Wir trainierten sie, doch es stellte sich heraus, dass wird nicht funktioniert mit Ritas Traum und dem Pferd. So suchte Rita für die liebe Stute ein tolles Zuhause ohne Reitaufgabe. Es war bereits von Beginn aus Klar, dass es eventuell nicht klappen würde, doch Rita wollte der Stute eine Chance geben. Sie war in keinen guten Zustand als sie zu Rita kam und konnte in der Zeit zur Ruhe und Kräften kommen.
Doch nun stand Rita wieder ohne Pferd da, nachdem sie ihren Traum nun endlich angepackt hatte. Ich versicherte ihr, wir werden schon ein Pferd finden. Ich könne sie unterstützen. Doch Rita kennt sich wenig aus, so dass ich die komplette Suche übernahm. Was sich als sehr schwere Aufgabe zeigte, ging dann doch schneller als gedacht. Rita brauchte ein gesundes Pferd, dass noch ein paar Jahre mit ihr zusammen über Hof, Platz und Gelände gehen würde. Dabei musste es unbedingt brav sein, in allen Lagen. Rita hat schon genug Angst, da braucht sich nicht auch noch ein ängstliches Pferd oder eins, dass ihre Angst ausnutzt.
So fanden wir Geene. Die Besitzerin schrieb mich an: „Eigentlich wollen wir sie gar nicht abgeben, nur wenn alles wirklich stimmt. Sie ist so ein tolles Pferd und gehört zur Familie, doch sie kann nicht mehr lang im Sport gehen. Sie ist absolut brav, 19 und fit.“ Rita garantierte einen Endplatz, sonst hätten sie sich gar nicht erst gemeldet.
Ich arrangierte einen Termin zum Kennenlernen und Probereiten. Es passte sofort. Zwischen Rita, dem Pferd, den Besitzern und ich konnte auch nur mein – Auf jeden Fall! – dazugeben. Genee ist eine wache Stute, topfit, sehr artig und genau Ritas Herzenspferd: „Ach Samantha, von so einem Pferd habe ich immer geträumt und nun steht sie hier bei mir.“
Um Ritas Angst in den Griff zu bekommen, arbeiten wir viel vom Boden aus. Rita möchte immer ganz genau wissen, warum, wieso und weshalb. Gern erkläre ich ihr alles – gern auch 10 Mal. Sie möchte es jetzt schließlich richtig machen und nicht wie damals in der Reitschule, wo man ihr nicht genug Input und Erklärungen gab. Nach ein paar Einheiten Bodenarbeit war es soweit. „Rita, hol deine Kappe, heute reitest du!“ Und Rita ging los.
Genee war ganz brav und passte gut auf Rita auf. Zu Anfang führte ich sie etwas, dann konnte sie allein reiten. Sie hat so sehr gestrahlt. Ihr Mann Hermann und die Nachbarn standen am Zaun und strahlten mit. „Rita, wow, endlich!“, sagten sie. Mir war schon klar, dass das gerade ein besonderer Moment war. Doch als sie sagt: „Samantha! Ich reite zum ersten Mal auf meinen Platz. Seit 30 Jahren habe ich ihn und endlich reite ich hier. Dankeschön!“ Mittlerweile galoppieren die beiden ganz entspannt über den Platz. Was soll ich sagen, Rita ist zutiefst dankbar und ich einfach nur glücklich über diese Geschichte. Diese besonderen Begegnungen machen meinen Job so toll. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich sehe, wie glücklich Rita mit ihrem Pferd ist und freue mich, weiterhin mit ihr zu arbeiten!

Lucy mit Franz

Einen jungen Hengst altersgerecht fordern, nicht überfordern und brav arbeiten  

 

Hengste sind für alle immer etwas ganz Besonderes. Hengste seien gefährlich und schwer zu bändigen. Ich finde Hengste großartig, arbeite gern mit ihnen und nehmen diese Herausforderung gern an. So meldete sich Lucy bei mir. Sie habe einen tollen dreijährigen Hengst Franz, den sie selbst im Winter eingeritten habe. Jedoch wäre sie an einem Punkt angelangt, bei dem zu viel Unsicherheit reinkommen würde und sie Unterstützung bräuchte. 

Franz ist für Lucy ein ganz besonderes Pferd, endlich mal eins, dass bleiben soll. Franz ist ein schicker, ausdrucksstarker Typ, der es manchmal noch sehr grün hinter den Ohren hat. Für einen Hengst lässt er sich gut händeln und mit sich arbeiten. 

Hengste sind meist leistungsbereiter als Wallache. Jedoch müssen sie geführt werden – sonst übernimmt es der Hengst. Es liegt in ihrer Natur zu dominieren und immer der Stärke sein zu wollen. Hat man jedoch eine klare Rangfolge erarbeitet, sie sind kooperierte, starke und engagierte Pferde, die gefallen wollen und ihr Bestes geben. 

Franz ist ein recht braver Hengst, jedoch testet er sehr gern seine Grenzen und schaut, wie weit er gehen kann. Gerade bei einem frisch angerittenen Pferd, ist es besonders wichtig, Erlerntes zu festigen und weiter gute Erfahrungen zu sammeln. 

Franz buckelte ganz gern mal aus Spaß im Galopp – zu Lasten von Lucy. Sie kam dadurch ins Rückwärtsreiten und das Vertrauen zwischen den Beiden schwindet langsam, als ich dazu stieß. 

Zunächst arbeiten wir an der Basis. Franz kam im Trab in der Hinterhand „ins Schwimmen“ und hielt sich vorne stark fest. Das hängt beides zusammen, er negative Kreislauf müsste durchbrochen werden. So dass ich Lucy empfahl, Franz über Stangen zu longieren und zu gymnastizieren. Seine Hinterhand zeigte schnell Besserung und er kam immer mehr über den Rücken an die Hand herein. Jedoch mussten wir noch etwas an der Kommunikation der Beiden arbeiten. Wenn Franz buckeln wollte oder Unarten zeigte, griff Lucy nicht ein, sondern warte ab. Sie ließ ihn quasi gewähren und Franz hatte keine Orientierung, welches Verhalten okay und welches absolut falsch ist. So arbeiteten wir an der Rangfolge und klaren Ansagen. Dabei sollen die beiden ein Team sein, jedoch eins, dass von Lucy angeführt wird. 

So ließ sich Franz auch immer braver zur Wiese führen und wurde im Umgang noch entspannter. 

Beim Reiten zeigte sich ebenfalls die Wirkung: Sobald Franz nur andeutete, dass er zum Buckeln ansetzen wollte, griff Lucy ein und Franz lies es nach und nach ganz bleiben. So könnten beide immer entspannter galoppieren.

Durch die Verbesserung der Kommunikation war es uns nun möglich, mehr vorwärts zu reiten, um Franz korrekt über den Rücken an die Hand heran zu trainieren. Auf der rechten Seite macht er sich immer relativ stark, so dass Lucy schlecht durchkam. Auch daran arbeiteten wir erfolgreich.

Franz macht teilweise so gut mit, dass man vergessen könnte, dass er noch ein ganz Junger ist. Immer wieder betone ich, dass es wichtig ist, ihn nicht zu überfordern, auch wenn er sich so gut anbietet. Hier macht auch die Dosis das Gift: Fördern aber nicht überfordern. Wir wollen ihn als Partner und dass er gern und mit Freude mitarbeitet. Er soll nicht den Spaß verlieren. Daher nehmen wir nun die Arbeit an der Doppellonge mit ins Programm. Sie kann Franz eine höhere Durchlässigkeit vermitteln und seine Hinterhand stärken. Neuer Input ist bei jungen Pferden immer wichtig. 

Im Herbst soll es langsam auf die ersten kleinen Turniere gehen. Lucy möchte mit ihm zunächst die Jungpferdeprüfungen reiten. Schon jetzt binden wir hier und da kleine Phasen der Dressuraufgabe ein, die Inhalt der Prüfung sind. Wer hier früh und dosiert anfängt, stellt das Pferd nicht kurz vorm Turnier vor große Aufgaben. Ich versuche immer alles so schonend und entspannt für das Jungpferd zu gestalten wie möglich. Daher empfahl ich Lucy, dass wir in der Zukunft gemeinsam auf anderen Plätzen trainieren und ihn an das Reiten in fremder Umgebung gewöhnen. 

Ich bin sehr erstaunt und zufrieden mit der Entwicklung der beiden. Beide habe in kurzer Zeit einen großen spürbaren, sichtbaren und langfristigen Schritt nach vorn gemacht! Neulich sprachen wir wieder genau darüber und stellten fest, dass wir erst 1,5 Monate zusammen wöchentlich trainierten und sich dieser Fortschritt schon so deutlich zeigt. Dabei haben immer darauf geachtet, das Training an Franzs Bedürfnisse anzupassen und nicht zu viel zu wollen. Daran lässt sich wieder erkennen: Wer rechtzeitig, aber überlegt und wohldosiert mit den jungen Pferden beginnt, biegt das Bäumen und bricht es nicht. 

Ich freue mich sehr, die beiden weiter zu begleiten und sie auf den ersten Turnieren gemeinsam um die Wette strahlen zu sehen. 

Maja & Anki mit Zarate

Das sagt Maja über unser Arbeit:

"Liebe Samantha,
durch deinen tollen Unterricht haben Zari und ich schon so viele Fortschritte gemacht. Ich habe seit langem mal wieder das Gefühl, wirklich weiter zu kommen. Zarate läuft einfach super, super gut und total entspannt. Durch deine lockere und freundliche Art macht der Unterricht außerdem immer super viel Spaß."


Das sagt Anki, die Reitbeteiligung, über unsere Arbeit:

"Ich habe mich durch die Hilfe von Samantha reiterlich enorm weiterentwickelt.
Samantha geht jede Reitstunde individuell auf Reiterbedürfnisse sowie auch auf die Pferdebedürfnisse ein. Durch Samanthas Erklärungen war nicht nur der Unterricht super effektiv, sondern zusätzlich das Nachreiten privat. Ich bin froh so eine engagierte Reitlehrerin gefunden zu haben und von mir einfach nur eine Empfehlung! 5 von 5 Sternen! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Außerdem ist Samantha kein Weg zu weit und das ist einfach ein Riesen Vorteil!"

Zarate war ein Rennpferd, bevor er zu Maja und ihrer Familie kam. Er ist ein sehr intelligentes Pferd, dass seinen eigenen Charakter und eine starke Persönlichkeit hat. Zarate ist wirklich ein tolles Pferd und so suchte Maja Reitunterricht, damit das Reiten wieder richtig Spaß macht. So sagte sie mir, ihre Hauptprobleme wären bei einer inaktiven Hinterhand, einer unkonstanten Anlehnung und immer mal wieder bei einem zu eiligen Tempo. All diese Problemzonen sind für ein ehemaliges Rennpferd nicht ungewöhnlich. Zarate und Maja hatten schon viele gute Grundlagen erarbeitet, aber so richtig locker und fein war es noch nicht. Mit vorherigen Reitlehrern waren sie nur mäßig zufrieden. Mit vielen Erklärungen, warum, wieso und weshalb, haben wir dann angefangen zusammen zu arbeiten. Mit viel Input, hier und da mal Stangenarbeit und vielen Erklärungen und Übungen läuft Zarate heute wie ein "Bilderbuchpferd" und sehr korrekt. Er schwingt locker durch, Maja hat ihn schön am Bein und darf zum korrekten Treiben kommen. Langsam tasten wir uns weiter vor und nahmen Seitengänge mit dazu. Aktuell erarbeiten wir uns gemeinsam den Außengalopp. So einfach kann Reiten sein: Ohne drücken, quetschen, ziehen und zurren. Sondern einfach nur schön reiten. 

Maja hat für Zarate auch eine Reitbeteiligung, die liebe Anki. So fragten sie mich, ob ich auch da helfen kann. Dazu muss ich sagen, dass ich es immer sinnvoll halte, wenn auch die Reitbeteiligung hier und da mal im Unterricht mitreitet. Dies hat für alle nur Vorteile, aber besonders fürs Pferd. So reiten alle in die gleiche Richtung und ziehen am selben Strang. Alle können gemeinsam gut arbeiten. Was sich auch in diesem Fall schnell zeigte: Alle drei haben mehr Spaß, Harmonie und können so step by step fundiert und langfristig wachsen! 

Karina mit Blue

Das sagt Karina über unsere Arbeit: 

„Ich bin so froh, dass Samantha uns geholfen hat und auch weiterhin meine Trainerin ist. Sie ist sehr feinfühlig mit meiner Blue umgegangen und hat aber trotzdem das Problem schnell lösen können. Super fand ich, dass sie Blue nicht brechen, sondern ein Team mit klarer Rangfolge werden wollte. Blue ist so schön zu reiten wie noch nie, sie macht richtig toll mit! Ich freue mich auf alles, was noch kommt!“


„Ich kann meine Blue nicht mehr reiten. Die spinnt auf einmal total rum, dass macht sie sonst eigentlich nicht, aber das wird immer schlimmer.“, so meldete sich Karina bei mir. Blue ist ihr Herzenspferd, eine 11-jährige Tinker-Prinzessin mit blauen Augen. 

Bei solchen Anfragen spreche ich natürlich erstmal alles mit dem Kunden durch. Hat das Pferd Schmerzen? Wann würden zuletzt die Zähne gemacht? Was ist mit dem Sattel? Es ist immer wichtig zu wissen, warum diese Probleme auftauchen. Ich möchte keinem Pferd unrecht tun und es mit scharfen Zähnen oder schlechtsitzendem Sattel arbeiten. So fair und umsichtig sollte jeder Trainer sein. 

Ganz vorbildlich hatte Karina das alles schon abgehandelt. Doch die Probleme waren noch immer da. Blue wurde nicht gemein, so dass sie buckelt oder steigt, aber sie rennt einfach rückwärts und reißt den Kopf hoch. Oben kann man nichts mehr machen und hat keine Kontrolle mehr. Gerade im Gelände ist sowas sehr gefährlich! 

Habe ich solche Fälle, gehe ich anders an das Thema heran. Klar kann ich mich auch direkt auf das Pferd setzen und schauen, dass nichts geht. Aber das hilft ja niemanden. 

Blue ist fremden Personen gegenüber eher ängstlich. So baute ich vom Boden mit Desensibilisierung Vertrauen zu ihr auf. Im Anschluss nahm ich sie an die Doppellonge. Dort zeigte sich das Problem: Blue war so steif und undurchlässig. Kam der Zügel, bremste sie sofort und blockierte. Ich gymnastizierte die dann ausgiebig an der Longe und arbeitete viel mit der Stimme. Sie sollte die Kommandos kennen, wenn ich später drauf sitzen würden. So zeigte sie nun an der Doppellonge kein Abwehrverhalten mehr. 

Nun ging es ans Reiten. Man spürte Blues Anspannung sofort. Doch sie kannte mich vom Boden aus und durch die vorangegangene Arbeit. Sie sperrte sich teilweise noch am Zügel und wollte nicht vorwärts gehen. Durch ein paar Tricks und viel Arbeit mit der Stimme und Köpfchen lies sich aber immer mehr davon ab. Als es bei mir recht sicher funktionierte, kam Karina mit ins Spiel – bei ihr soll es ja am besten klappen. So übten wir zusammen, dass Blue sich nicht sperrt und Karina sich gefühlvoll durchsetzen konnte. 

Mittlerweile reiten wir sie fleißig und Blue macht mit Freude mit! Fällt sie doch mal kurz wieder in ihr Schema, reicht es, sie anzusprechen und sie lässt es sofort sein. Auch sicheres Ausreiten, Anhalten und Stehen bleiben ist nun wieder möglich. Karina kann sich nun auf eine feine Hilfengebung und schönen Sitz konzentrieren. Die beiden sind nun auch im Sattel wieder ein tolles Team und ich darf die beiden weiter ausbilden. Gemeinsam schauen wir sogar schon in Richtung Übungsturnier. Ich freue mich darauf!

Marie mit Campino


*Namen geändert, die Kundin möchte anonym bleiben*

Das sagt Marie über unsere Arbeit: 

„Ohne Kommisston, respektvoll mit Pferde- und Menschenverstand und mit viel Herz widmet sich Samantha der Zusammenarbeit von Reiter und Pferd. So auch in unserem Beispiel: Eine Reiterin nach 30 Jahren Pause trifft auf einen Champion aus hervorragender Zucht, der ein Leben im Weideparadies führt. Viele Dinge müssen wir beide neu lernen: Vertrauen aufeinander in gewohnter und fremder Umgebung, Hilfen annehmen und Hilfen richtig geben. 

Samantha versetzt sich in Reiter und Pferd und vermittelt Verständnis – ganz praktisch und emotional. Ganz praktisch reitet Samantha alle zwei Wochen Korrektur. Das hilft unglaublich dabei, C. wieder an den Zügel zu bekommen. Danach bekomme ich als Reiter sehr praktischen Reitunterricht und übe mit dem richtigen Zusammenspiel aus den halben Paraden, den korrigierten Gewichtshilfen und der Arbeit mit dem Schenkel, C. locker und fleißig über den Rücken zu reiten. Die Videoaufnahmen und Hausaufgaben helfen mir bis zum nächsten Treffen. 

Immer wieder kann ich auch Videos schicken und bekomme zwischendurch Rat. 

Ich freue mich auf die gute Atmosphäre unserer Treffen, die die fast philosophischen und dennoch praktischen Handlungshilfen. So ist Samantha für uns, C. und mich, weit über die Reiterei hinaus zu einem wertvollen Partner in der Sache und ganz persönlich zu einer Freundin geworden. Dafür bin ich unglaublich dankbar!“

Marie schrieb mich an, sie wäre auf meine Homepage aufmerksam geworden und würde gern mit mir zusammenarbeiten. Allerdings steht ihr Pferd Campino im Ruhrgebiet, ob ich soweit fahren würde. Die beiden kennen sich noch nicht lang, Marie ist als junge Frau viel geritten, aber nun seit über 30 Jahren raus. Den Anfang hat sich mit Campino selbst gemacht, doch er ist teilweise sehr unsicher und da habe man es als Wiedereinsteigerin nicht leicht. 

Mit Marie arbeite ich in Doppeleinheiten, da die Anfahrt für mich recht weit ist. Dafür trainieren wir ungefähr alle 14 Tage. Das Modell eignet sich nicht für alle Schüler, bei den beiden passt es jedoch perfekt. Zu Anfang macht ich mir ein Bild: Campino ist ein toller Warmblutwallach im besten Alter, jedoch wenig durchlässig und machte es Marie daher schwer, ihn zu reiten. Er ging nicht an den Zügel, drückte dadurch den Rücken weg und Marie kam noch schlechter zum Sitzen. Auch die Unsicherheit von Campino findet dort teilweise ihren Ursprung: Marie hatte ihn nicht an den Hilfen und konnte daher in stressigen Situationen nicht die nötige Sicherheit geben. 

Ich bat Marie an, Campino zu Beginn der Einheit zu reiten, damit er mehr Durchlässigkeit bekommt und sich für sie mehr anbietet. Zu Anfang verstand sie jedoch nicht so ganz, was ich damit meinte. Also Campino bei mir dann aber ganz geschmeidig am Zügel lief und sich toll sitzen ließ, verstand sie es. So sollte er auch bei ihr laufen! Also arbeiteten wir vielseitig daran. Marie ist eine ehrgeizige Schülerin, die alles genau wissen möchte. Gern erkläre ich ihr daher immer wieder, warum wir die Dinge so oder so angehen. Oder wo der Zusammenhang der Hilfengebung ist. Sie verstand immer mehr, worum es geht und findet immer mehr Harmonie auf dem Pferd. Teilweise nehme ich sie an die Longe und wir machen Sitzschulung, damit sie sich ganz allein auf dem lockeren Sitz konzentrieren kann. 

Um Campino auch im Gelände etwas sicherer zu machen, gingen wir zunächst mit ihm spazieren. Er war ganz aufgeregt und wäre am liebsten zurück zum Stall. Gemeinsam schafften wir es, dass Marie nun allein ganz entspannt mit ihm spazieren gehen kann. Nun möchte sie natürlich auch etwas Ausreiten können und wir widmen uns dem nächsten Schritt. Parallel zur Arbeit auf dem Platz bringen wir also Abwechslung ins Programm und gehen gemeinsam ins Gelände. 

Fußläufig befindet sich eine großzügige Reitanlage. Die Möglichkeit nutzen wir und haben Campino gemeinsam an die Halle gewöhnt. Im Winter möchte Marie ihn dort reiten, jedoch wollte sie das nicht allein mit ihm erarbeiten, weil er gern mal schreckhaft ist. Dank unseren Trainings jedoch, ist die neue Halle kein Problem: Marie kann ihn dort allein hinführen und reiten. 

Die beiden entwickeln sich wirklich großartig zusammen. Jede Einheit beenden wir mit einem Lächeln. Es freut mich immer so sehr, wenn Marie mit Campino immer mehr zu einer ganz harmonischen Einheit wird. Abseits des Reitens berate ich Marie auch immer gern bei Fragen rund um Sattel, Zähne und Co. Das Gesamtkonzept muss stimmen!

Jacky mit Tieko

Das sagt Jacky über unsere Arbeit:

"Als ich die liebe Sammy zu uns rief, habe ich mir gar nicht viel unter der Arbeit mit der DL vorstellen können. Mein dicker Puschel hat meist Probleme mit der Losgelassenheit und geht nur schwer am Zügel. 

Als Sammy dann bei uns war und meinen Tieko das erste Mal an der Doppellonge hatte, war ich froh, dass niemand sonst bei uns war. Mir stand sicherlich der Mund weit auf. Er lief so toll und ging nach ein paar Minuten schon ins vorwärts-abwärts. Wahnsinn!

Mit viel Geduld hat Sammy mir danach gezeigt, wie ich die Arbeit mit der DL selbst umsetzen kann und Tieko so unterstützen kann, lockerer zu werden und mehr in Stellung zu kommen. 

Selbst nach dem Treffen steht sie einem immer mit Rat und Tat zur Seite. 

Seitdem Sammy bei uns war, wird mindestens einmal die Woche mit der DL gearbeitet und das mit super sichtbaren Erfolgen - auch im Sattel."


Für einen Wochenendkurs besuchte ich Jacky mit ihrem Tieko an der Ostsee. Tieko ist ein junger hübscher Tinker, der manchmal mehr Temperament hat, als man der Rasse zuschreibt. Als Tieko zu Jacky kam, kannte und konnte er nicht viel. Mit viel Liebe und Zeit bildete Jacky ihr Traumpferd aus. 
Die Beiden haben Freude an neuen Aufgaben. Besonders, wenn sie bei bestehenden Baustellen helfen können: Tieko findet noch nicht die konstante Anlehnung und lässt sich teilweise schwer stellen und biegen. Manchmal erhöht er das Tempo stark, weil er unruhig und überfordert ist. Im Galopp fällt es ihm besonders schwer, Balance und Tempo zu halten. 

Mit der Doppellonge haben wir ein vielseitiges Hilfsmittel. Sie kann Tieko sicher steuern, ihm eine konstante Anlehnung bieten, an Stellung und Biegung arbeiten und viel Abwechslung und Routine bieten. 

An einem Wochenende haben wir 4 Einheiten absolviert. Zunächst führte ich Tieko an die Arbeit an der Doppellonge heran und erklärte Jacky den theoretischen Hintergrund. Sobald Tieko sich anbot, kam Jacky mit ins Spiel. Zunächst noch mit mir in der Mitte. Bei einfachen Aufgaben zeigten die Beiden schnell Talent, so dass wir das Niveau steigern konnten. Nach 4 Einheiten sind Jacky und Tieko soweit, dass sie allein weiterarbeiten konnten. 
Bei Fragen stehe ich Jacky per Videoanalyse zur Verfügung. 


Es freut mich sehr zu sehen, dass die Beiden so viel Spaß daran haben, sie noch besser kommunizieren & sie ihre Baustellen damit deutlich verbessern können. 

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